Wie ich Baltrum für mich entdeckt habe

Ich saß gerade im Wohnzimmer und habe auf das Bild von der Insel Baltrum an der Wand geschaut. Und da dachte ich mir: Es wird langsam Zeit für einen ersten Beitrag über meine Lieblingsinsel.


Im Jahr 2003 war ich zum ersten Mal auf Baltrum. Nach einer gescheiterten Beziehung habe ich dringend Abstand von allem gebraucht. Ich habe mir also kurzfristig eine günstige Unterkunft auf einer der Ostfriesischen Inseln gesucht – einfach, um mal durchzuatmen. Und so bin ich schließlich auf Baltrum gelandet.

Und was soll ich sagen? Die Insel hat mich vom ersten Moment an verzaubert. Das offene Meer, die großartige Natur, die kleinen, urigen Dörfer, die Ruhe, kein Autoverkehr, keine Shoppingmeilen… Ich hatte das Gefühl, genau hier endlich wieder zu mir selbst zu finden. Seitdem hat die Insel einen festen Platz in meinem Herzen.

Am liebsten fahre ich in der Nebensaison nach Baltrum, wenn kein Bundesland Ferien hat. Dann ist es am ruhigsten, kein Halli Galli am Strand oder in den Dörfern. Die Welt ist schon laut und stressig genug. Da möchte ich wenigstens einmal im Jahr im Urlaub einfach meine Ruhe haben.

Früher, bevor ich meinen jetzigen Mann kennengelernt habe, bin ich immer alleine gefahren. Mit der Zeit konnte ich aber auch meinen Mann und meine Mutter für Baltrum begeistern. Sie lieben die Insel mittlerweile genauso sehr wie ich. Und eine liebe Freundin habe ich dort letztes Jahr auch kennengelernt. Dafür bin ich sehr dankbar.

Ich freue mich schon sehr darauf, wenn wir im Herbst wieder hinfahren. Die letzten Male waren wir immer im Frühling dort. Jetzt wollte ich bewusst mal wieder den Herbst erleben. Im Sommer war ich auch schon auf Baltrum, aber das war mir, wie gesagt, zu voll. Nur im Winter war ich noch nicht dort. Aber das habe ich mir für die Zukunft fest vorgenommen – und sei es nur für ein paar Tage.

Warst du schon einmal auf Baltrum oder gibt es einen Ort, an dem du genauso zur Ruhe kommst?

Sonja 03.04.2026, 17.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Meerzeit | Tags: Meer, Baltrum, Urlaub,

Mein Abnehmplan und erste Erfolge

Seit zwei Monaten arbeite ich jetzt bewusst an meinem Gewicht.

Dass ich mithilfe von Hypnose abnehme, habe ich ja schon mehrfach berichtet. Und das klappt nach wie vor sehr gut. Ich esse dreimal am Tag gesund, habe kein Verlangen mehr nach Süßigkeiten oder Fastfood und bewege mich auch deutlich mehr als vorher. Diese typischen schwachen Momente, zum Beispiel abends vorm Fernseher, habe ich inzwischen auch kaum noch. Da habe ich mich wirklich gut im Griff. Klar, es gibt mal Ausnahmen wie Geburtstage oder Ähnliches. Aber dann passe ich meine Ernährung entsprechend an oder bewege mich mehr, um das wieder auszugleichen. Denn ein bisschen Genuss zwischendurch darf für mich schon sein. Und das heißt ja nicht, dass mir gesunde Ernährung keinen Spaß macht – im Gegenteil.

Wie sieht meine Ernährungsumstellung überhaupt aus? 

  • Ich trinke täglich etwa 2,5 bis 3 Liter, natürlich ohne Zucker. Das hilft mir einfach, gut versorgt zu sein und nicht jedes Gefühl gleich mit Hunger zu verwechseln.
  • Ich esse kohlenhydratärmer, also höchstens 100 Gramm am Tag. Dadurch bleibt mein Blutzucker ruhiger und ich habe weniger Heißhunger.
  • Gleichzeitig esse ich eiweißreicher, etwa 1,2 bis 1,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Eiweiß sättigt gut und kann beim Abnehmen helfen, Muskelmasse besser zu erhalten.
  • Und ich achte auf genügend Ballaststoffe, also etwa 30 bis 40 Gramm am Tag. Das hält mich zusätzlich satt und tut auch der Verdauung gut.
So komme ich täglich auf etwa 1.600 kcal, ohne zu hungern. Wenn ich mich dann noch bewege, bin ich rein rechnerisch in einem guten Kaloriendefizit – vor allem, wenn man bedenkt, dass allein mein Grundumsatz bei etwa 1.690 kcal liegt. Ich sollte damit also eigentlich gut abnehmen. Und ja, ich nehme auch ab. Aber eben langsamer, als man vielleicht erwarten würde. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass ich über 50 bin und mich in den Wechseljahren befinde. Da arbeitet mein Körper halt einfach anders als früher. Aber besser, es geht langsam nach unten als gar nicht.

In den ersten zwei Monaten habe ich übrigens 8,8 kg abgenommen. Da ich mit einem BMI von 43,5 gestartet bin, liegt noch ein ganzes Stück vor mir. Aber ich setze mir bewusst kleine Ziele, damit ich mich nicht überfordere.

  • Ziel 1: Unter 100 kg kommen (ist so ein symbolisches Ding)
  • Ziel 2: 90 kg, weil ich weiß, dass ich mich damit schon wohl fühle
  • Ziel 3: 80 kg, weil ich dann „nur noch übergewichtig bin (auch so ein symbolisches Ding)
  • Ziel 4: 67 kg, weil ich dann mein Normalgewicht erreicht habe
Ich weiß nicht, ob ich Ziel 3 oder sogar 4 erreichen werde. Aber Ziel 1 und 2 sind auf jeden Fall gesetzt. Und die schaffe ich auch. Nur mal sehen, wie lange ich dafür im Endeffekt brauche.

Mit Bewegung geht es auf jeden Fall schneller. Deshalb habe ich mir aktuell ein Ziel von 6.000 Schritten täglich gesetzt. Nach meinen Recherchen können schon 6.000 Schritte pro Tag einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben. Für mich als Sportmuffel bedeutet das konkret, dass ich meine Gassi-Runden erweitert habe und sie nicht mehr mit meinem Mann teile. Zusätzlich gehe ich noch auf mein Walking Pad. Oft sind es auch mehr als 6.000 Schritte. Aber für den Anfang habe ich mir diese Zahl als Minimum gesetzt, weil ich mich als untrainierter Mensch nicht gleich überfordern will. Aber ich werde das auf jeden Fall noch steigern.

So, jetzt weißt Du, wie ich das angehe. Wie ist Dein Abnehmplan?


Übrigens: Wenn Du keinen Beitrag verpassen möchtest, kannst Du hier meinem WhatsApp-Kanal folgen :)


Sonja 02.04.2026, 20.29| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Meine Abnehmreise | Tags: Abnehmen, Hypnose,

Montagsherz #1

 Habe diese schöne Mitmach-Aktion bei Wortperlen entdeckt und mache ab sofort auch mit :)

Osterstrauch mit Herzanhänger

Sonja 31.03.2026, 12.00| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Sonstiges | Tags: Montagsherz

Wie eine Hypnose zum Abnehmen abläuft

Bisher habe ich nur grob darüber berichtet, dass ich an zwei Hypnosesitzungen teilgenommen und Audiodateien für zuhause bekommen habe. Heute möchte ich genauer zeigen, wie eine Hypnose zum Abnehmen abläuft.

Hypnose ist ein Zustand tiefer Entspannung, in dem man gleichzeitig sehr aufmerksam und innerlich fokussiert ist. Man bekommt alles mit, nimmt aber vieles intensiver wahr als im normalen Alltag. In diesem Zustand ist man besonders empfänglich für Impulse und Gedanken, die dabei helfen können, Gewohnheiten zu verändern. Beim Abnehmen kann das zum Beispiel dabei unterstützen, das Essverhalten bewusster wahrzunehmen und langfristig zu verändern. Und das kann ich nur bestätigen.

Zum Ablauf kann ich nur meine persönlichen Erfahrungen wiedergeben. Aber ich denke, das wird jeder Therapeut ähnlich machen. Bei meiner ersten Hypnosesitzung fand erstmal eine ausführliche Anamnese statt, damit der Therapeut weiß, ob ich gesundheitliche Einschränkungen habe und was genau mein Problem ist. Danach erfolgte die Hypnose. Bei der zweiten Sitzung wurde erst kurz darüber gesprochen, wie die vergangenen Wochen für mich waren und wo noch Probleme sind. Darauf wurde dann die nächste Hypnose abgestimmt.

Die Hypnose an sich verläuft immer so: In meinem Fall nehme ich auf einem gemütlichen Liegesessel Platz, den ich mir nach Belieben einstellen kann. Auf Wunsch kann ich mich noch mit einer kuscheligen Decke zudecken, die ich mir meist auf den Schoß lege. Dann erklingt leise, beruhigende Hintergrundmusik und ich muss auf den Kugelschreiber meines Therapeuten blicken, den er auf meiner Stirnhöhe hält, damit das Gucken darauf anstrengend für die Augen ist. Und dann leitet er mit Worten die Hypnose ein bzw. führt mich in einen tiefen Entspannungszustand. Danach geht es dann los mit den auf mich abgestimmten Suggestionen. Und am Ende erwache ich dann wieder nach entsprechenden Worten vom Therapeuten. Insgesamt dauert die Hypnose ca. 30 Minuten.

Am Anfang wusste ich gar nicht so richtig, auf was ich mich konzentrieren soll. Auf die Stimme? Auf die Musik? Meine Gedanken sind ständig abgeschweift und auch meine Pupillen wanderten wild durch die Gegend. Aber mein Therapeut meinte, dass das normal ist. Ich war also nicht durchgehend in einem Trance-Zustand, aber immer mal wieder. Deshalb wiederholt er die Suggestionen auch ständig. Beim zweiten Mal konnte ich mich schon deutlich besser entspannen. Die Gedanken sind nicht mehr ständig abgeschweift und auch meine Augen waren ruhiger. Ich hatte sogar teilweise das Gefühl, dass ich gleich einschlafe. Ich empfinde die Hypnose also immer als sehr angenehm und entspannend, und ich genieße die wohlige Wärme und Schwere, die ich dabei empfinde. Danach fühle ich mich immer total gut.

Bisher habe ich nach jeder Sitzung immer eine Audiodatei erhalten, die ich mindestens 3 mal pro Woche zuhause hören soll. In der ersten geht es um gesunde Ernährung und Süßigkeiten, die man weglassen soll. Und in der zweiten, die eine Selbsthypnose ist, wird das Ego gestärkt, also dass man motiviert bleibt, Spaß am Abnehmen hat, gut drauf ist und so weiter. Obwohl ich beide Dateien natürlich alleine nutze, also ohne Hilfe vom Therapeuten, kann ich auch dabei wunderbar abschalten und mich von den Suggestionen berieseln lassen. Ich lege mich dazu immer mit Kopfhörer aufs Bett, damit ich auch wirklich meine Ruhe habe.

Abschließend kann ich sagen, dass ich wirklich sehr froh bin, dass ich das mit der Hypnose gemacht habe und auch noch ein drittes Mal machen werde. Mir hilft das enorm und ich kann es nur empfehlen.

Hättest Du gedacht, dass eine Hypnose so abläuft?


Sonja 31.03.2026, 11.42| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Meine Abnehmreise | Tags: Abnehmen, Hypnose,

Meine zweite Hypnosesitzung

Meine Erfahrungen mit Hypnose beim Abnehmen werden für mich immer greifbarer, auch wenn es diesmal ein bisschen gedauert hat. Denn zweimal musste mein Termin leider verschoben werden. Aber heute hatte ich endlich meine zweite Hypnosesitzung – und es war herrlich.

Diesmal fiel mir das Entspannen deutlich leichter, und ich hatte auch das Gefühl, noch tiefer hineinzukommen. Der Schwerpunkt lag heute auf Bewegung und Motivation, weil ich immer noch ab und zu mit meinem inneren Schweinehund kämpfen muss, wenn es darum geht, aufs Walking Pad zu gehen. Ich nutze es inzwischen zwar, aber eben noch nicht so, wie ich es mir eigentlich vorgenommen habe. Außerdem brauchte ich nochmal eine kleine Auffrischung zum Thema Essen aus Lust oder Langeweile. Bisher kam ich zwar immer gut dagegen an, aber natürlich hoffe ich, dass es irgendwann gar nicht mehr erst zu diesem gedanklichen Kampf kommt. Für zuhause habe ich diesmal zusätzlich eine Audiodatei bekommen, die mein Ego stärken soll. Ich freue mich schon darauf, sie am Samstagabend zum ersten Mal anzuhören. Sie soll den Spaß am Abnehmen und die Motivation noch weiter stärken. Ich werde dann berichten, was darin genau suggeriert wird. 

Ich muss wirklich sagen, dass ich sehr glücklich darüber bin, diesen Weg mit der Hypnose gegangen zu sein. Und ich werde auf jeden Fall auch noch ein drittes Mal hingehen. Klar, das kostet Geld. Aber ich habe das Gefühl, dass ich davon langfristig etwas habe. Und wenn ich sehe, dass manche für eine einzige Abnehmspritze schon mehr zahlen als ich für drei Sitzungen, bestärkt mich das zusätzlich in meiner Entscheidung. Vor allem, weil nach dem Absetzen oft der Heißhunger wieder zurückkommt. Damit habe ich zum Beispiel inzwischen überhaupt kein Problem mehr.

Übrigens habe ich mir schon überlegt, ob ich nach meinem Buch über meine Erfahrungen mit Depressionen und Burnout vielleicht auch ein Buch über meine Abnehmreise schreibe. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das dem einen oder anderen helfen würde – wieder ganz persönlich, ohne Ratgeberton und ohne dieses „du musst das so und so machen. Aber bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit.

Hast Du schon einmal Hypnose ausprobiert, und wie hat sich das für Dich angefühlt?


Sonja 26.03.2026, 20.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Meine Abnehmreise | Tags: Abnehmen, Hypnose, Buch schreiben,

Warum ich biografisches Schreiben lernen möchte

Biografisches Schreiben zu lernen, ist für mich ein wichtiger nächster Schritt auf dem Weg mit meinem Buch. Deshalb habe ich lange überlegt, ob ich diesen Schritt gehen soll. Nicht, weil mir mein Buchprojekt nicht wichtig ist. Sondern, weil es sich ungewohnt anfühlt, um Unterstützung zu bitten.

Wie Du weißt, schreibe ich gerade an einem sehr persönlichen Buch über meine Erfahrungen mit Depressionen und Burnout und meinen Weg zurück ins Leben. Das Schreiben hilft mir, Dinge zu verstehen und einzuordnen. Und gleichzeitig merke ich, dass daraus etwas entstehen könnte, das vielleicht auch anderen hilft, sich ein Stück besser verstanden zu fühlen.

Ich habe jedoch gemerkt, dass mir für dieses Projekt an manchen Stellen noch etwas fehlt. Vor allem Struktur und ein klarer Umgang mit meinen eigenen Erinnerungen. Deshalb habe ich mich entschieden, einen Lehrgang für biografisches Schreiben ins Auge zu fassen. Dieser Lehrgang würde mir helfen, meine Geschichte so aufzuschreiben, wie ich es mir wünsche: ruhig, verständlich und stimmig. Im Moment kann ich die Kosten dafür nicht selbst tragen. Und genau deshalb habe ich mich entschieden, etwas zu tun, was mir nicht leicht fällt: Ich habe einen Spendenaufruf gestartet. Das ist kein Schritt, den ich leichtfertig gehe. Aber es ist einer, der sich für mich richtig anfühlt.

Wenn Du möchtest, kannst Du mich unterstützen. Das würde mich sehr freuen! Den Aufruf findest du hier:



Und unabhängig davon schreibe ich hier auf jeden Fall weiter. Schritt für Schritt. So, wie es für mich passt.


Sonja 22.03.2026, 21.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Mein Buch | Tags: Buch schreiben, Spendenaufruf,

Mein zweites Kapitel

Mein zweites Kapitel ist fertig. Es geht um die Zeit meiner ersten Krankschreibung bis zur Vorstellung beim Medizinischen Dienst etwa sechs Wochen später.

Ich konnte mich beim Schreiben wieder gut in diese Zeit hineinversetzen und habe gemerkt, wie präsent die Gefühle von damals noch sind. Und dabei ist mir im Nachhinein etwas klar geworden: Dass meine Diagnose so nicht richtig war. Damals habe ich das einfach angenommen und den Ärzten vertraut. Heute sehe ich das anders, weil ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt habe.

Ob ich zu dieser Erkenntnis auch gekommen wäre, wenn ich nicht angefangen hätte, dieses Buch zu schreiben, weiß ich nicht. Aber je mehr ich schreibe, desto mehr merke ich, wie gut mir das tut.

Hast Du auch schon einmal im Nachhinein Dinge ganz anders gesehen als in dem Moment selbst?



Sonja 22.03.2026, 14.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Mein Buch | Tags: Buch schreiben

Ich schreibe, um zu verstehen

Ich habe kürzlich ein Zitat gelesen, das mich sofort getroffen hat:

„Ich schreibe, weil ich nicht weiß, was ich denke, bis ich lese, was ich zu sagen habe.
Flannery OConnor

So ist es bei mir auch.

Ich setze mich nicht hin, weil ich schon weiß, was rauskommt. Da ist eher ein Gefühl oder ein Gedanke, der noch unsortiert ist. Und während ich schreibe, wird es klarer. Ich merke oft erst am Ende, worum es mir eigentlich ging.

Schreiben ist für mich kein Ergebnis. Es ist der Weg dahin. Und vielleicht schreibe ich genau deshalb mein Buch.

Kennst Du das auch, dass Dir beim Schreiben erst klar wird, was Du eigentlich denkst?


Sonja 21.03.2026, 14.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Mein Buch | Tags: Schreiben