Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Mein Buch

Ein erstes Kapitel

Ich habe mein erstes Kapitel fertiggeschrieben. Und ja, ich bin stolz darauf.

Es ist dieses Gefühl, etwas begonnen und tatsächlich zu Ende gebracht zu haben. Kein ganzes Buch, aber ein Kapitel. Und das ist mehr, als vorher da war.

Beim Schreiben dieses ersten Kapitels ist mir wieder vieles eingefallen. Kleine Situationen, Gedanken, einzelne Momente, an die ich mich gar nicht mehr bewusst erinnert habe. Dinge, die im Alltag irgendwann untergegangen sind, die ich vielleicht sogar verdrängt habe, die sich aber beim Schreiben fast von selbst wieder gezeigt haben.

Während des Schreibens konnte ich gut nachvollziehen, warum es mir damals so schlecht ging. Vieles ergab plötzlich Sinn. Zusammenhänge wurden greifbarer. Das Schreiben hat mir geholfen, mich an diese Zeit nicht nur zu erinnern, sondern sie besser zu verstehen – mit dem Abstand, den ich heute habe.

Und genau mit dieser Phase beschäftigt sich das erste Kapitel: dem Anfang, den ersten Veränderungen, dem schleichenden Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt. Es geht um äußere Umstände, innere Überforderung und das langsame Abrutschen, das ich damals selbst lange nicht richtig verstanden habe. Kein kompletter Überblick, sondern ein Einstieg. Ein Anfangspunkt.

Und in Kürze geht es dann weiter mit Kapitel 2.

Sonja 02.02.2026, 18.12 | (0/0) Kommentare | PL

Erst einmal Ordnung schaffen

Über die Jahre habe ich mir immer wieder Notizen gemacht – Gedanken, einzelne Beobachtungen, manchmal nur kurze Stichworte dazu, wie es mir in bestimmten Phasen gegangen ist. Trotzdem merke ich gerade, dass das für ein größeres Projekt so noch nicht ausreicht. Um mir einen besseren Überblick verschaffen zu können, möchte ich deshalb zuerst eine Timeline anlegen. Nicht, um alles chronologisch zu erzählen, sondern um wichtige Stationen festzuhalten und sicherzugehen, dass nichts Wesentliches verloren geht. Die Timeline ist somit kein Teil des Buches, sondern ein Arbeitsmittel. Sie soll mir helfen, später freier schreiben zu können. Für den Moment ist das der richtige nächste Schritt.

Sonja 22.01.2026, 14.55 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Warum ein Buch?

Ich habe schon immer geschrieben, wenn es etwas zu verarbeiten gab. Teilweise ganz für mich, teilweise auch öffentlich – zum Beispiel in Blogs. Schreiben war für mich dabei nie Selbstdarstellung, sondern ein Weg, Dinge zu sortieren und Abstand zu gewinnen.


Durch einen Social-Media-Beitrag habe ich schließlich den Impuls bekommen, diese Erfahrungen nicht nur einzeln aufzuschreiben, sondern sie in einem größeren Zusammenhang zu betrachten – in Form eines Buches. Für mich selbst, aber auch für Menschen, die Ähnliches erlebt haben. Es soll kein Ratgeber werden und keine Anleitung, sondern ein persönlicher Rückblick: meine Erfahrungen mit Depression, mein Weg durch diese Zeit und das, was mir geholfen hat, mit all dem zu leben. Stabil, aber realistisch. Wohin das führt, weiß ich noch nicht. Aber das Schreiben hat begonnen.

Sonja 13.01.2026, 16.38 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL